Forschungsförderung

Das Bundesamt für Justiz gewährt im Rahmen der Modellversuchen Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuer Methoden und Konzeptionen im Straf- und Massnahmenvollzug sowie in der stationären Jugendhilfe. Das SKJV beabsichtigt mit seiner Förderung, angewandte Forschung zu Justizvollzugsfragen zu unterstützen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis zurückfliessen zu lassen.

Modellversuche des Bundes

Es gilt stets neu zu prüfen, ob es im Justizvollzug nebst den bereits bestehenden Methoden und Konzepten noch weitere Möglichkeiten gibt, die eine erfolgreiche Eingliederung von straffällig gewordenen Personen in die Gesellschaft bewirken können. Auch müssen Möglichkeiten geprüft werden, ob und wie weitere Ziele des Justizvollzugs, zum Beispiel die Aussöhnung zwischen Opfern und Tätern, zu erreichen sind.

Auf der Basis dieses gesetzlichen Auftrags gewährt das Bundesamt für Justiz (BJ) Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuer Methoden und Konzeptionen im Straf- und Massnahmenvollzug sowie in der stationären Jugendhilfe.

Modellversuche des Bundesamts für Justiz

Förderung von Wissenstransfer

Im bescheidenen Rahmen förderte das SKJV zwischen 2012 und 2017 angewandte Forschung zu Justizvollzugsfragen. Strategisches Ziel dieser Bemühungen war die Förderung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die für den Justizvollzug als relevant erscheinen und von der Praxis aufgenommen werden könnten. Folgende Vorhaben wurden unterstützt:

  • Disziplinarstrafen im Vergleich. Anna Isenthardt, Prison research, Universität Bern.
  • Progression Art. 59 StGB, Experteninterviews. Klaus Mayer und Dirk Baier, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention, Departement Soziale Arbeit, Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften.
  • Unterstützung des Online-Survey zu Fragen der sozialen Arbeit im Justizvollzug in der Schweiz. Melanie Wegel und Klaus Mayer, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention, Departement Soziale Arbeit, Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften.
  • Lern-, Trainings- und Interventionsprogramme im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe. Dirk Baier und Klaus Meyer, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention, Departement Soziale Arbeit, Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften.
  • Personalbefragung: Der Alltag des Personals im Freiheitsentzug. Anna Isenhardt, Ueli Hostettler, Prison Research, Universität Bern.
  • Übergangsmanagement. Prof. Ineke Pruin, Institut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Bern.
  • Forschungsprojekt «Rechtschutz und Freiheitsentzug» (PDF). Anja Eugster, Jörg Kuenzli, Schweizerisches Kompetenzzentrum für Menschenrechten (SKMR). 
  • Wissenstransfer Modellversuch Risikoorientierter Sanktionenvollzug ROS.

Das SKJV ist dabei, ein neues Instrument zur Förderung des Transfers von Forschungserkenntnissen Richtung Praxis zu konzipieren. Initiativen für den interdisziplinären und überregionalen Fachaustausch können bereits heute beantragt werden.

Kontakt 

Laura von Mandach, Leiterin Bereich Fachwissen & Analyse.