Förderung

Das SKJV unterstützt mit zwei Förderungsinstrumenten den Fachaustausch sowie die Entwicklung innovativer Projekte. Hier werden die zwei Instrumente sowie die bereits geförderten Projekte und Initiativen des Fachaustauschs vorgestellt.

 

Projektförderung

Das SKJV berücksichtigt mit der Förderung innovativer Projekte sowohl Behörden, Institutionen, freie Träger auf kantonaler, regionaler und nationaler Ebene, die Konkordate als auch die Fachgremien und die Forschung. Die Projekte können sowohl die Umsetzung von innovativen Pilotprojekten, die Implementierung und Förderung von Best Practices sowie die Umsetzung praxisrelevanter Forschungserkenntnisse zum Gegenstand haben. Adressat der innovativen Projekte ist jeweils die Justizvollzugspraxis.

Ein Projekt, das vom SKJV genehmigt wird, erhält eine oder höchstens zwei Tranchen von je CHF 8'000 pro Jahr. Die Projekte sollen innovativ sein und auf einen praktischen Optimierungsbedarf eingehen. Bitte beachten Sie hierfür die Richtlinien zur Projektförderung.

Gesuche zur Unterstützung können dem SKJV jeweils bis 31. März oder 30. September eingereicht werden. Innerhalb von einem Monat entscheidet das SKJV über die Unterstützungsleistung. 

SKJV Richtlinien zur Förderung von Best Practices

Gesuch zur Förderung von innovativen Pilotprojekten, Best Practices und Wissenstransfer

 

Förderung Fachaustausch

Der Fachaustausch des SKJV schafft eine Dialogplattform, die Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Berufsgruppen des Justizvollzugs offensteht und einbindet. Im Hinblick auf spezifische Themen werden zur Organisation der Anlässe interdisziplinäre Kooperationen mit thematisch- und justizvollzugsnahen Institutionen eingegangen.

Zielgruppen des Fachaustausches des SKJV sind Fachpersonen aus den Kantonen, den Konkordaten, des Bundes sowie aus Fachverbänden und -Konferenzen. Der Fachaustausch fördert den Austausch über Kantons- und Sprachgrenzen hinweg. Er bezieht auch justizvollzugsnahe Fachpersonen mit ein.

Für die finanzielle Unterstützung des Fachaustausches steht dem SKJV jährlich ein Fonds von bis zu CHF 50'000 zur Verfügung (abhängig vom Jahresbudget). Ein Fachaustausch, das vom SKJV genehmigt wird, erhält eine oder höchstens zwei Tranchen von je CHF 8'000 pro Jahr. Der Fachaustausch soll einen Mehrwert für die Praxisentwicklung bieten. Bitte beachten Sie hierfür die Richtlinien zur Projektförderung.

Gesuche zur Unterstützung können dem SKJV jeweils bis am 31. März oder 30. September eingereicht werden. Innerhalb von einem Monat entscheidet das SKJV über die Unterstützungsleistung. 

SKJV Richtlinien zur Förderung von Fachaustausch

Gesuch zur Förderung von Fachaustausch

 

Förderung 2019

Das SKJV hat erfreulicherweise in der ersten Hälfte von 2019 zwei Mal einen externen Fachaustausch sowie einmal ein innovatives Projekt unterstützt. 

 

  • Projekt: (Self-) Monitoring System. Gesuchsteller: Markus Schmid, Stationärer Vollzug, Vollzugszentrum Klosterfiechten, Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt

Mit diesem Projekt wird die Entwicklung und Evaluation eines webbasierenden Datenerhebungs- und Analysesystems zur Kontrolle und Optimierung der Interventionsplanung und Durchführung von Massnahmen im Justizvollzug unterstützt. Die durch das webbasierte (Self-) Monitoring System erhobenen Daten sollen Entscheidungen auf der Basis systematisch gewonnener Information empirisch begründen und erwünschte Veränderungen bei den Klienten und Klientinnen hervorbringen. 

Das innovative Projekt ist Bestandteil einer forensisch-psychologischen Studie, die im Längschnittdesign die Qualität der Entscheidungen des Justizvollzugs u.a. auf der Grundlage spezifischer kriminologisch relevanten Risikoprofilen verbessert. Siehe die Kurzbeschreibung der Studie von Markus Schmid. 

 

  • Fachaustausch: EM Intervision 2019. Gesuchsteller: Daniel Beyeler, Vollzugszentrum Klosterfiechten, Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt

Die Arbeitsgruppe «EM Intervision» führt seit 1999 einmal im Jahr eine Intervision für Fachpersonen der West- und Deutschschweiz durch, die sich dem Vollzug von Electronic Monitoring widmen. Die Intervision dient den Beteiligten dem Informations- und Erfahrungsaustausch; sie bietet damit einen Mehrwert für die Praxisentwicklung des EM-Vollzugs. Im Jahr 2019 finanzierte das SKJV die Simultanübersetzung des Anlasses. Siehe den Bericht von Daniel Beyeler. 

 

  • Fachaustausch: Café Prison. Gesuchsteller: Francois Grivat, Fondation Vaudoise de Probation

Am 1. April 2019 fand das zehnte Café Prison statt, welches von einer breiten Trägerschaft organisiert wird, namentlich: Fondation Vaudoise de Probation, SMPP, Graap.
Das 10. Café Prison war dem Thema der Alternativen für psychisch kranke Personen im Justizvollzug gewidmet. Das «Programme d’Accompagnement Justice et Santé Mental» (PAJ-SM) aus Kanada wurde von Anne Crocker und Sophie Blackburn vorgestellt. Dieses Programm wurde in Montreal entwickelt mit dem Zweck psychisch Kranke im Freiheitsentzug mittels eines Netzwerkes von Fachleuten und dem Einbezug von Angehörigen eine durchgehende und individualisierte Unterstützung zu bieten. In der Diskussion mit den Teilnehmenden wurde diskutiert inwiefern dieses Modell auch in der Schweiz umgesetzt werden könnte. Der Bericht von François Grivat steht ausschliesslich auf Französisch zu Verfügung.