Prozess

Standards im Justizvollzug beruhen auf dem Konsens der beteiligten Akteurinnen und Akteure. Sie stellen die Minimalanforderung an den Prozessablauf und die notwendigen Strukturen dar.

Damit ein (rechtlich nicht bindender) Standard schweizweit beachtet und angewendet wird, bedarf er eines hohen Zustimmungsgrads durch die Direktbetroffenen. Diese Akzeptanz bedingt, dass die Konsensfindung breit abgestützt ist und die verschiedenen Kantone und Konkordate in den Prozess des Zustandekommens mit ihren Anliegen und Bedenken einbezogen werden.

Um dem Gedanken der «Konsensfindung durch Partizipation» Rechnung zu tragen, erfolgt die Entwicklung von Standards im SKJV unter Mitarbeit von Fachpersonen aus Praxis und Forschung. In verschiedenen Projekt- respektive Arbeitsgruppen wird zunächst eine Situationsanalyse des status quo vorgenommen und zusammen mit den Beteiligten die thematische Konsolidierung und Weiterentwicklung der Praxis evaluiert. Gemeinsam ist danach die Best Practice oder Empfehlung zu formulieren, aus der später der Standard in Form einer Handlungsanleitung abgeleitet werden kann.

Der Reflexion über die Chancen und Risiken von Standards ist beim Dialog mit der Praxis ein grosses Gewicht beizumessen. Zudem ist es unabdingbar, die Realitäten in den Institutionen des Freiheitsentzugs und deren Ressourcen zu berücksichtigen.

Damit ein durch das SKJV erarbeiteter Standard für gültig erklärt wird, bedarf er in der Regel der Zustimmung der KKJPD.

Die verabschiedeten Standards werden laufend auf unserer Website publiziert.