Bericht Kapazitätsmonitoring 2018

Fribourg, 14.02.2019: Wie viele Haftplätze stehen in der Schweiz zur Verfügung und wie stark sind die Institutionen des Freiheitsentzugs ausgelastet?

Der Bericht, der die Situation per Stichtag 7. September 2018 aufzeigt, dient den Kantonen, Konkordaten und dem Bund als Planungsgrundlage. Die Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach folgenden Haftformen:                                                                                   

  • Gefängnisse
  • Offener Strafvollzug
  • Geschlossener Strafvollzug
  • Frauenvollzug
  • ausländerrechtliche Administrativhaft

Die Ergebnisse des vorliegenden Berichts bestätigen die Entwicklung der Haftplätze und deren Auslastung der Vorjahre. Im Bericht nicht enthalten sind die Plätze und die Belegung des Massnahmenvollzugs. Die letzte Erhebung wurde 2016 publiziert.

Die Auslastung der Institutionen hängt von verschiedenen Faktoren ab:                                                                                                         

  • Platzangebot und damit verbundenen Konzepten;
  • Verhalten der politischen Akteurinnen und Akteuren (Gesetzgebung);
  • Entwicklung der Gerichtspraxis sowie
  • Einweisungs- und Entlassungspraxis der kantonalen Behörden.

Gesamtschweizerische Belegungsstatistiken existieren zwar. Sie sagen aber wenig darüber aus, ob die vorhanden Plätze zweckmässig - mitunter auch gesetzeskonform - genutzt werden und ob insbesondere die Anschlussmöglichkeiten unter den verschiedenen Haftregimes und Vollzugsstufen gewährleistet sind.

Ziele des Kapazitätsmonitorings

  • Transparenz über das Angebot an Plätzen, über Belegungen und Entwicklung der Belegungen hinsichtlich der Nutzung des Angebots zu schaffen;
  • mögliche Optimierungspotenziale zur Nutzung des bestehenden Platzangebots zu erkennen
  • regionaler und überregionaler Handlungsbedarf zu eruieren sowie
  • eine harmonisierte, kohärente, professionelle und allseits akzeptierte gesamtschweizerische Belegungs- und Bedarfsanalyse zu etablieren.