Bildungsstrategie Justizvollzug 33

Bildungsstrategie Justizvollzug 33

Die Projektgruppe Bildungsstrategie Justizvollzug 2033 hat ihre Arbeit im letzten Quartal 2025 aufgenommen. Ziel ist es, künftige Herausforderungen zu analysieren und daraus abzuleiten, welche Kompetenzen und Bildungsformate in der Bildung notwendig sind, um den Justizvollzug zukunftsfähig zu gestalten.

Im Auftrag der KKJPD und in Zusammenarbeit mit der KKLJV lanciert das SKJV deshalb ein Projekt, zur strategischen Ausrichtung der Aus- und Weiterbildung im Justizvollzug bis 2033. Ziel ist es, künftige Herausforderungen zu analysieren und daraus abzuleiten, welche Kompetenzen und Bildungsformate notwendig sind, um den Justizvollzug zukunftsfähig zu gestalten.

Die Projektgruppe hat erste Überlegungen zur Vision und Mission der Strategie sowie zu den strategischen Achsen angestellt und bereitet die entsprechenden Resultate für die Entscheidungsgremien vor. Sobald diese vorliegen, werden sie hier auf dieser eigens dafür erstellten Website des SKJV veröffentlicht. Damit wird es künftig möglich sein, sich direkt über das Internet ein Bild vom aktuellen Projektstand zu machen.

Projektorganisation

Projektorganisation

Der Auftraggeber ist die KKLJV im Auftrag der KKJPD. Als Projektausschuss (PAS) tagt der Vorstand der KKLJV zuzüglich des Präsidenten des Stiftungsrates- und des Direktors des SKJV. Die Projektleitung besteht aus dem Projektleiter, SKJV sowie dessen Stellvertreter, SKJV zuzüglich des Projektoffice auch SKJV.

Die Projektgruppe wurde vom PAS beschlossen. 


Projektgruppe

  • Bernadette Amstutz, Leiterin Ressort Vollzug Justizvollzugsanstalt Grosshof
  • Raphaël Brossard, Chef du Service pénitentiaire vaudois
  • Melanie Knuchel, Leiterin Organisation und Weiterentwicklung Vollzugseinrichtungen Zürich
  • Barbara Looser Kägi, Leiterin des Amtes für Justizvollzug , St. Gallen
  • Laura Moizeau, Directrice adjointe Prison de Champ-Dollon
  • Laurent Ruppé, Directeur des établissements de détention jurassiens 
  • Audrey Pino, Responsable formation et recrutement Office cantonal de la détention GE ad interim
  • Regine Schneeberger, Direktorin Justizvollzugsanstalt Thorberg
  • Florus Mulder, Directeur adjoint et Responsable du domaine Formation du personnel du domaine des privations de liberté CSCSP, chef de projet 
  • Marcel A. Wirth, Stellvertretender Leiter Bildung Mitarbeitende Justizvollzug SKJV, Stv. Projektleiter
  •  Jocelyne Praz, Leiterin Koordination und Führungsunterstützung SKJV, Project office

Ressourcengruppe

Die Ressourcengruppe besteht aus dem Konkordatssekretär der beiden Deutschschweizer Strafvollzugskonkor-date der Nordwest- und Innerschweiz (NWI) und Ostschweiz (OSK) , dem Konkordatssekretär der lateinischen Schweiz, der Direktorin der Untersuchungsgefängnisse Zürich, dem Direktor der JVA Solothurn, der Abteilungs-leiterin Grund- und Führungsausbildung SKJV, dem Stiftungsratspräsidenten SKJV sowie einem Mitglied des Stiftungsrates SKJV. 

Folgende, zusätzliche Teilnehmende können für spezifische Themen beigezogen werden:

  • Vertreter Europris: Vorstand Europris und Norweger Justizvollzug
  • Vertreter Schweizer Polizei Institut  / Bundesverwaltung, VBS / Eidgenössisches personalamt, EPA
  • Vertreter Universität /Hochschule im Bildungsbereich (swiss competence centre for innovations in learn-ing, SCIL, Universität St.Gallen)

Vision und Mission

Vision

Inspirieren - entwickeln – handeln

Mission

Wir entwickeln mit Bildung anerkannte Kompetenzen, um die professionelle Praxis im Jus-tizvollzug zu stärken.

 

Strategische Schwerpunkte

  • Bildungsarchitektur & Anschlussfähigkeit
  • Kompetenz- & Professionalisierungsrahmen JV
  • Bildungsportfolio & Angebotssteuerung    
  • Governance, Finazierung & Systemintegration
  • Methodologie & Lernumgebung
  • Positionierung des Berufsfeldes und Rekrutierung
     

Strategische Achsen

Die Ausgangsfrage für die Bildungsstrategie Justizvollzug 2033

Wie stellen wir sicher, dass Bildung im Justizvollzug 2033 wirksam, anschlussfähig und tragfähig ist – für Mitarbeitende, Institutionen und das System insgesamt?

Die Antwort darauf ist keine einzelne Massnahme, sondern eine kohärente strategische Logik aus sechs sich gegenseitig tragenden Achsen.

Strategische AchseFokus
Bildungsarchitektur & AnschlussfähigkeitVom heutigen, relativ geschlossenen System hin zu einer modularen, anschlussfähigen Bildungsar-chitektur mit anerkannten Abschlüssen und flexiblen Bildungswegen.
Kompetenz- und Professionalisie-rungsrahmenDefinition eines JV Kompetenzrahmens (was braucht der JV wirklich?) inkl. Entwicklungslogik, Transfer- und Coaching Elementen; Professionalisierung von Kursleitenden (Rolle „Lerncoach“) und Praxiscoaches sowie Evidenzbasierung und Wir-kungsorientierung.
Bildungsportfolio & AngebotssteuerungSchaffung einer nationalen Übersicht der Angebote („wer macht was“) und Aufbau eines Portfolios mit IST SOLL Logik, klaren Zuständigkeiten (SKJV/Kanton/Institution) und strategischer Priorisierung, um Angebotsvielfalt gezielt zu steuern
Methodologie & LernumgebungEntwicklung eines hybriden Lernökosystems (Blended Learning) mit definierten Präsenzmomenten (Campus/Lernplattform als systemischer Lernraum), digital gestützter Individualisierung sowie geregeltem Einsatz digitaler Tools inkl. KI Einsatz; Stärkung von Peer-/Praxis Coaching und Real Time Learning.
Governance, Finanzierung & Sys-temintegrationKlärung von Rollen SKJV–Kantone, Sichtbar-keit/Verankerung von Bildung in Strategien (u. a. HR), Abgrenzung Pflicht- vs. Wahlmodule sowie Finanzierungslogik („wer zahlt was“, solidarische Modelle). Ziel: nationale Kohärenz trotz kantonaler Autonomie.
Positionierung des Berufsfeldes und RekrutierungStärkung von Rekrutierung und Attraktivität des Berufs, aktive Kommunikation dessen, „was wir leisten“, sowie Transparenz nach innen und aussen (z. B. „wer macht was“, Campus als Klammer, Website/Kommunikationskanäle). Diese Achse adressiert die Frage, wie die Zielgruppen erreicht und das Berufsbild wirksam positioniert wird.

Für alle Achsen gilt:

Zielbild: National anschlussfähige, wirksame und zukunftsfähige Bildung im Justizvollzug.

Logik: Orientierung & Steuerung (keine Massnahmenliste).

Output: Je Achse Leitidee + strategischer Mehrwert + Leitentscheide und Planung.

Abgrenzung: Operative Umsetzung folgt anschliessend.